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Auszeit im Kloster

Endlich mal wieder zur Ruhe kommen und den hektischen Alltag hinter sich lassen:
Eine Auszeit im Kloster gilt als optimale Möglichkeit, fernab von Stress und Verpflichtungen zu entspannen und zu sich selbst zu finden.

Eine Kloster-Auszeit ist nicht nur für religiöse Menschen geeignet

Immer mehr Klöster öffnen ihre Türen für einzelne Gäste oder ganze Gruppen. Zwar soll in der Abgeschiedenheit des Klosters vor allem ein spiritueller Raum geschaffen werden, der zur inneren Einkehr anregt. Dennoch hat ein zeitweiliger Aufenthalt in einer Klosteranlage nicht zwangsläufig etwas mit Religion oder einer Art von „Suche nach Gott“ zu tun.
Selbst für Menschen, die nicht religiös sind, kann eine derartige Auszeit ideal sein. Denn die angenehme Ruhe, die ein klösterliches Umfeld ausstrahlt, kann jedem dabei helfen, seinen inneren Frieden zu finden und sich auf Wesentliches zu besinnen.

Was bringt eine Auszeit im Kloster?

Heutzutage ist der Alltag für viele Menschen oft sehr stressig. Ein prall gefüllter Terminkalender und permanenter Lärm zerren langfristig an den Nerven und rauben Kraft.
Eine Klosteranlage ist hier das genaue Gegenteil. Die idyllischen, meist von großen Gärten umgebenen Anlagen mit ihren dicken Mauern bieten Gästen eine nahezu völlige Abgeschiedenheit und ein Gefühl von Sicherheit.
Wer den hohen Geräuschpegel einer Großstadt gewohnt ist, muss sich meist zunächst an die Stille gewöhnen. Doch bereits nach kurzer Zeit wissen Ruhesuchende die friedvolle Umgebung und die entspannte Atmosphäre zu schätzen.

Endlich ist Zeit, um in aller Ruhe nachzudenken. Besucher können Dinge tun, die im Alltag zu kurz kommen. Das eigene Tun zu hinterfragen, in sich selbst hineinzuhören, ob man mit seinem Leben zufrieden ist oder etwas verändern möchte, sind nur einige Beispiele.
Oftmals stehen Meditationsräume oder Kapellen als besonders stille Plätze für die Gäste zur Verfügung. In der Regel nimmt der Gast am normalen Klosterleben teil. Er isst gemeinsam mit den Mitgliedern der Ordensgemeinschaft, arbeitet beispielsweise im Klostergarten oder kann bei Gebeten und Andachten dabei sein.
Bei welchen Tätigkeiten genau der einzelne Gast miteinbezogen wird, ist verschieden und kann oft auch individuell abgesprochen werden.

Wie lange die Auszeit andauert, ist ebenfalls ganz unterschiedlich. Von einer Woche bis hin zu mehreren Monaten kann das jeder für sich entscheiden.
Im Idealfall wird während des Aufenthalts wieder ausreichend neue Kraft getankt. Wer sich eine Zeit lang fast ausschließlich mit sich selbst beschäftigt hat, weiß anschließend meist besser, was ihm wichtig ist, und kann diese neuen Erkenntnisse in seinem Alltag umsetzen. Von der im Kloster erfahrenen Ruhe kann im besten Fall auch lange Zeit später noch profitiert werden, wenn etwa die berufliche Hektik schon längst wieder Alltag geworden ist.

Für wen ist ein Klosterauszeit geeignet?

Die Klostertüren stehen jedem gleichermaßen offen. Somit nehmen ganz unterschiedliche Menschen eine Auszeit im Kloster.
Von tief religiösen Menschen, die ihren Glauben noch weiter festigen möchten, über sehr junge Leute, die beispielsweise nach dem Abitur erst mal zu sich selbst finden und entscheiden wollen, welchen Weg sie nun einschlagen, bis hin zu Managern und beruflich stark beanspruchten Männern und Frauen, die einfach mal abschalten und zur Ruhe kommen wollen, ist das Spektrum sehr breit gefächert.

Welches sind die geeigneten Einrichtungen?

Deutschlandweit gibt es mittlerweile mehr als 300 Klöster, die die Möglichkeit einer Auszeit anbieten. Ob etwa ein Schweigekloster gewählt wird, ein traditioneller Orden mit einem eher spartanischen Lebensstil, oder ob die Auszeit in einem regelrechten Wellnesskloster – inklusive Schwimmbad und Minigolfplatz – stattfinden soll, bleibt jedem selbst überlassen.

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