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Meditation im Kloster


Die Zeiten, zu denen ein Kloster eine vollkommen von der Außenwelt abgeschlossene Glaubensgemeinschaft war, sind zu Ende. Heutzutage bietet nahezu jedes Kloster Interessenten die Möglichkeit, eine begrenzte Zeit den Alltagund die Meditation im Kloster mit den Ordensbrüdern oder -schwestern zu teilen. Ergänzend dazu organisieren einige Klöster Seminare zu unterschiedlichen Meditationsvarianten.

Kloster Seeon am Chiemsee bietet unter der Maxime „Bewegung, Meditation, Atmung“ gleich mehrere Kurse an. Im Zentrum steht das Meditation lernen auf der Basis der philosophischen Lehre Yoga. Ziel der geistigen und körperlichen Entspannungsübungen ist es, die Teilnehmer für das notwendige Gleichgewicht von Arbeit und Ruhe zu sensibilisieren. Erklärungen für das Entstehen von Zeitnot und Stress ergänzen das Programm. So soll längerfristig einem Burnout vorgebeugt werden. Das Angebot ist hauptsächlich auf die Bedürfnisse von Führungskräften und hoch qualifizierten Berufstätigen ausgerichtet.

Zen-Meditation in christlichen Klöstern

Auch das Zen-Kloster Schloss Eickhoff im niedersächsischen Liebenau setzt mit seinen meditativen Einführungskursen in den Zen-Buddhismus auf asiatisches Gedankengut. Die Besucher sollen die Fähigkeit erlangen, durch bestimmte geistige Übungen das oftmals zwanghafte Gedankenkarussell der täglichen Sorgen zu durchbrechen. Zusätzlich können sich Interessenten in einem Seminar in die Kunst japanischer Gartengestaltung einführen lassen oder einen asiatischen Kochkurs belegen. Von März bis September stehen die Meditationswochenenden stets im Zeichen uralter japanischer Traditionen.

Das Franziskanerkloster und Meditationshaus St. Franziskus im bayerischen Dietfurt setzt in seinen Meditationsübungen ebenfalls die traditionelle Zen-Meditation ein. Dieses Kloster hält für die Teilnehmer eine besonders umfangreiche und sorgfältig zusammengestellte Vielzahl an Kursen und Meditationswochenende-Seminaren bereit. Das Angebot reicht vom klassischen ZEN-Einführungskurs über den Aufbaukurs bis zu Kontemplationskursen mit strengen Schweigesitzungen. Ergänzend können die Teilnehmer das Ikebana, die japanische Kunst des Blumenarrangements, erlernen, oder einen Kurs in sakralem Tanz belegen. Interessenten haben die Wahl zwischen einem längeren Seminar an Werktagen oder einem Wochenendkurs.

Während bei den bisher beschriebenen fernöstlichen Meditationsformen die geistige Sammlung und das Stillschweigen im Vordergrund stehen, bieten andere Häuser weitere Möglichkeiten der Meditation im Kloster an. Das Kloster Arenberg in Koblenz arbeitet mit den Methoden der christlichen Meditation. Hier haben die Gäste die Möglichkeit, mit Hilfe des gemeinsamen Gebets sowie in Gesprächskreisen Erholung zu finden. Dies hilft dabei zu den wesentlichen christlichen Glaubensgrundsätzen zurückzukehren. Ein umfangreiches Wellnessangebot rundet das Programm ab.

Traditionelle christliche Meditation im Kloster

Auch das im Schwäbischen liegende Tagungszentrum Kloster Bonlanden arbeitet mit der christlichen Meditation. Als besonderes Highlight sind hier in einem gesonderten Ferienprogramm auch Familien und Alleinerziehende mit Kindern herzlich willkommen. Besonders reizvoll ist die Umgebung mit ihrem gut ausgebauten Wegenetz durch Wiesen und Wälder, welche zusätzlich zu innerer Einkehr einladen.

Abschließend sei noch die Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal in Ostritz mit der Möglichkeit des meditativen Fastens erwähnt. Die Entgiftung des Körpers soll sich auf Geist und Seele übertragen. Dadurch wird der Mensch in die Lage versetzt, sich auf das Wesentliche im Glauben und seinem Leben zu besinnen.

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