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Weihnachten im Kloster

Geht der November zu Ende und brennt das erste Licht am Adventskranz, beginnt eine erwartungsvolle Zeit. Selbst Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen, können sich dem Zauber der Weihnachtszeit nicht völlig entziehen. Kinder können es kaum erwarten, dass das Weihnachtsfest beginnt. Junge Eltern erinnern sich an ihre eigene Kindheit und pflegen die Weihnachtsbräuche, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Aber nicht alle Erwachsenen sind voll froher Erwartung. Manche haben sogar ein wenig Angst, wenn sie an den Heiligen Abend denken. Sie fürchten sich davor, allein in ihrer Wohnung zu sitzen, weil sie keine Angehörigen mehr haben oder weil ihre Kinder und Enkelkinder in großer räumlicher Entfernung leben.

Andere erleben die Adventszeit als besonders hektische und arbeitsreiche Jahreszeit. Im Büro gibt es vor dem Jahresabschluss besonders viel zu tun und auch zu Hause nimmt die Arbeit kein Ende. Die Wohnung muss gründlich geputzt werden, weil sich Besuch angekündigt hat, Plätzchen sollen gebacken werden und das Besorgen der Geschenke in den überfüllten Geschäften kostet viel Zeit. Da bleibt kein Raum für besinnliche Stunden. Immer mehr Menschen spüren, dass sie den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes aus den Augen verloren haben. Sie wollen dem geschäftigen Treiben entfliehen und ein wirklich frohes Fest feiern. Verschiedene Klöster nehmen während der Feiertage Gäste auf, die Weihnachten ganz besinnlich und in tiefer Freude feiern wollen.

Das Berneuchener Haus im Kloster Kirchberg erwartet vom 19. bis zum 26. Dezember Familien, Singles und Senioren, die unter dem Motto „Folge dem Stern“ gemeinsam die Weihnachtstage verbringen wollen. Wie in einer großen Familie erleben junge und alte Menschen gemeinsam ein schönes Fest, hier ist niemand einsam oder vergessen. Gemeinsame Wanderungen führen in die wunderschöne Umgebung des ehemaligen Dominikanerklosters, mit Bibelarbeit und Singen stimmen sich alle auf das frohe Fest ein. Es gibt viel Zeit für persönliche Gespräche und mancher findet in diesen Tagen neue Impulse für das kommende Jahr. Selbstverständlich gehören auch ein wunderschön geschmückter Tannenbaum und ein festliches Weihnachtsessen zur besonderen Atmosphäre im Kloster Kirchberg.

Die Josefschwestern in Trier heißen alle Menschen, die Weihnachten und den Jahreswechsel in Gemeinschaft verbringen wollen, in der Zeit vom 21.12.2011 – 02.01.2012 im St. Josefstift herzlich willkommen.
Die Gäste sind eingeladen, das Thema „Und führe zusammen, was getrennt ist“ in meditativen Angeboten und Gesprächsrunden zu vertiefen. Gern nehmen die Besucher des Klosters das Angebot an, das Stundengebet und die Gottesdienste im Dom mitzufeiern. Abgerundet wird das Angebot durch einen Theaterbesuch. Aber auch außerhalb des St. Josefstifts gibt es in der alten Römerstadt viele interessante Dinge zu entdecken und den Besuch des schön gestalteten Weihnachtsmarktes werden sich die Besucher bestimmt nicht entgehen lassen.

Südwestlich von Potsdam befindet sich das Kloster Lehnin. Wer in das neue Jahr hineintanzen möchte und sich mit dem Thema „Das Leben ein Labyrinth?“ auseinandersetzen möchte, ist eingeladen, den Jahreswechsel im ehemaligen Zisterzienserkloster in guter Gemeinschaft zu verbringen. In der Zeit vom 29.12.2011 – 01.01.2012 werden mehrstimmige Lieder aus Taizé gesungen, es gibt Kreis-Tänze, Spiele und verschiedene Übungen, um sich dem Thema Labyrinth auf unterschiedliche Weise zu nähern. Die Besucher brauchen keine besonderen Vorkenntnisse. Sie sollten nur etwas Neugier und Offenheit mitbringen, um gemeinsam nach Visionen für einen Neubeginn zu suchen. Beim Erkunden der schönen Umgebung des Klosters wird es viel Gelegenheit für Gespräche und auch zum Schweigen geben. Das Festmahl zum Beginn des neuen Jahres werden die Gäste gemeinsam gestalten.

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